Die Bocksteinhöhle und die Bocksteinschmiede

 

Auch die Bocksteinhöhle wurde von den Menschen der Eiszeit als Unterschlupf und Lagerplatz genutzt. Funde aus der Bocksteinhöhle lassen sich auf 50.000 bis 70.000 Jahre zurück datieren, die Bocksteinhöhle gilt damit als ältester Siedlungskomplex des Neandertalers in Süddeutschland. Die kleineren Öffnungen sind dabei die eigentlichen Eingänge der Höhle, die große Höhlenöffnung wurde erst durch Sprengungen während der Ausgrabungen geschaffen.

Knapp unterhalb der eigentlichen Bocksteinhöhle befindet sich eine weitere Höhle, die Bocksteinschmiede genannt wird. Hier wurde die urtümlichen Werkzeuge der Neandertaler gefunden.

 

Entdeckung und Archäologie

 

Angeregt von den Funden im Hohlenstein und der Veröffentlichung des Romans "Rulamann" im Jahr 1873 gruben der Langenauer Förster Ludwig Bürger und der Öllinger Pfarrer Dr. Friedrich Lösch 1881 erstmals in der Bocksteinhöhle. Sie fanden damals zwei menschliche Skelette: das einer Frau und das eines neugeborenen Kindes. Von den lange als verschollen geltenden Skeletten wurde das des Kindes 1997 wiederentdeckt und auf 6200 Jahre vor Christus datiert.

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